HomeBriefzustellungÜberlastung der ZustellerInnen auf Grund zu großer Rayone

Überlastung der ZustellerInnen auf Grund zu großer Rayone

Auf Grund der vielerorts sehr angespannten Personalsituation in der Verbundzustellung hat Vorsitzender Helmut Köstinger am 11. August 2017 neuerlich ein Schreiben an VD Hitziger und die Geschäftsfeldleitung abgesetzt.

Sehr geehrter Herr Vorstandsdirektor! 

In den letzten Wochen und Monaten sind auf Grund der stark steigenden Paketmengen eine Vielzahl an Problemen zutage getreten, die dringend einer Lösung bedürfen. Ich sehe es daher neuerlich als meine Pflicht, Sie auf die inakzeptable Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Briefzustellung/Verbundzustellung sowie deren Auswirkungen hinzuweisen. 

Die Beschwerden der MitarbeiterInnen über zu hohen Arbeitsdruck haben in den letzten Wochen und Monaten österreichweit stark zugenommen. Dies habe ich dem gesamten Vorstand als auch der Geschäftsfeldleitung in den letzten Monaten mehrmals mitgeteilt. Diese Beschwerden spiegeln sich auch in der starken Personalfluktuation und bei den Krankenständen wider. 

Verursacht wird dieser zu hohe Arbeitsdruck nach wie vor durch falsche Planungsannahmen – vor allem in der Verbundzustellung – und der damit einhergehenden zu großen Rayone sowie der nachweislich zu geringen Personaldecke. 

In diesem Zusammenhang darf ich Sie neuerlich ersuchen dafür Sorge zu tragen, dass – wie in der Betriebsvereinbarung „Istzeit“ verschriftet – zu große Rayone auf Wunsch der MitarbeiterInnen überprüft und auch angepasst werden. Inzwischen gibt es zwar zahlreiche überprüfte Rayone mit nachweislicher Überlastung, jedoch noch immer keine positive Reaktion für die MitarbeiterInnen. Und dies trotz unserer oftmaligen Intervention. Ich darf mich daher persönlich mit dem Ersuchen an Sie wenden, dieses Problem endlich einer Lösung zuzuführen. 

Ebenfalls einer raschen Lösung bedarf der Missstand der permanenten angeordneten Mehrleistungen bei Teilzeitkräften in der Vorsortierung und Zustellung. Das Gesetz sieht vor, dass bei einer mehr als 6 Monate andauernden Stundenerhöhung eine Vertragsanpassung durchzuführen ist. Obwohl auch dem Management längst bekannt ist, dass wir hunderte MitarbeiterInnen (überwiegend Frauen) bereits über Jahre mit deutlich höherer Stundenanzahl ohne Vertragsanpassungen beschäftigen, hat es bisher keine Reaktion gegeben.  

Nochmals darauf hinweisen möchte ich, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Angst vor einer möglichen Verfolgung durch das Unternehmen täglich vor dem offiziellen Dienstbeginn mit der Arbeit beginnen, ihre Pausen auf Grund des hohen Arbeitsdrucks nicht ordnungsgemäß konsumieren und es darüber hinaus laufend zu Arbeitszeitverletzungen kommt.

Ich ersuche Sie dringend, die von uns aufgezeigten Probleme und Warnsignale der Überforderung ernst zu nehmen und rasch geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu veranlassen. Nachweislich zeigen bereits immer mehr MitarbeiterInnen psychische und körperliche Symptome. Das sollten auch Sie ernst nehmen.

Die permanente Überlastung durch das zu hohe Arbeitspensum gefährdet die Gesundheit unserer MitarbeiterInnen, mindert die Zustellqualität und gefährdet auch den guten Ruf der Österreichische Post AG.

Helmut Köstinger
Vorsitzender des Zentralausschusses der Österreichischen Post AG

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